Der Computer als Hilfsmittel in der Ergotherapie

Auch moderne Technologien halten Einzug in der Ergotherapie. Einen grossen Stellenwert haben sie, unter Anderem, für die Behinderten durch den Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln. Sie helfen ihnen, ein autonomes Leben zu führen.

Ich setze den Computer vor allem für das Hirnleistungstraining ein. Er kann aber niemals den Therapeuten ersetzen, der zur richtigen Zeit die richtigen Hilfestellungen zur Lösung von Problemen vermittelt.
Bewegungstherapie, Praktisches Handeln, Aufgaben mit Papier, Bleistift, aber als Wichtigstes der persönliche Kontakt stehen in meiner Ergotherapie im Mittelpunkt. Damit werden viel mehr Sinne beansprucht als vor dem Bildschirm. Der Lerneffekt ist, meiner Ansicht nach, grösser. Deshalb habe ich bewusst die zu Beginn aufgeführten Begriffe: "wahrnehmen – begreifen –verstehen" verwendet.


Computer und Kinder
Vor allem bei Kindern und Jugendlichen hat der Computer einen hohen Motivationseffekt. Ich setze ihn für Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit, logisches Denken, sowie für die visuelle Wahrnehmung, spielerisch ein. Ein Beispiel bleibt mir in Erinnerung: Ein legasthenisches Kind legte alle Hemmungen beim Formulieren und Schreiben ab, als es mit anderen deutschsprechenden Kindern in der ganzen Welt per Email und mit «chatten» in Kontakt treten konnte.
Besonders bei Kindern ist es sehr wichtig, dass in jeder Therapiestunde die Bewegung, malen und/oder handwerkliches Gestalten nicht zu kurz kommen.


Einsatz des Computers bei Erwachsenen
Den Computer setze ich vor allem für das Konzentrations- und Aufmerksamkeitstraining, visuelle Wahrnehmung und Umstellfähigkeit ein. Er dient mir dazu, die Leistungen exakter messen zu können, und er gibt auch den Klienten entsprechende Rückmeldungen.