Übungsbeispiel:
Beispiel für Bleistift und Papier zur Förderung der visuellen Wahrnehmung und der Konsentration.
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Neuropsychologisches Funktionstraining für Hirnverletzte

Das Neurotraining hat zum Ziel, für die/den Betroffene/n die grösstmögliche geistige Beweglichkeit und Kreativität zu erreichen. Dabei geht es vorwiegend um das Training der intellektuellen Funktionen (Verbesserung von Einzelfunktionen, Lern- und Problemlösungsstrategien). Aber auch der Bewegungsbereich und der Gefühlsbereich werden miteinbezogen (Wertvorstellungen, Verarbeitung der Situation, Verhalten, Einstellung zu anderen Menschen).
Die Indikationsstellung in der neuropsychologischen Rehabilitation setzt sich aus mehreren Entscheidungsschritten zusammen und umfasst vier wesentliche Punkte:

1. Was soll behandelt werden?
  • Kenntnisse der Leistungseinbusse(n): Konzentration, Intelligenz, Denken, Lernen; Gedächtnis; visuelle Wahrnehmung, Sprache; Planen und Handeln.

2. Wie soll behandelt werden?
  • Wahl der Mittel (eigene/fremde Mittel).

3. Wann soll behandelt werden?
  • Wahl eines möglichst frühen Zeitpunktes (günstig für Motivation, zur Verhinderung falscher Strategien etc.).

4. Wann kann die Behandlung beendet bzw. abgebrochen werden?
  • Wenn das Behandlungsziel erreicht ist.
  • Wenn keine Fortschritte mehr feststellbar sind.
  • Wenn kein Behandlungseffekt erzielt wurde.


Die diagnostischen Untersuchungen werden in der Regel von Neuropsychologen/ -innen oder Neurologen/-innen durchgeführt. Die Ergotherapeuten/-innen verfügen ebenfalls über ein kleines Instrumentarium.
Sowohl das gesamte Neurotraining als auch die einzelne Therapiestunde, werden möglichst vielseitig gestaltet. Diese Vielseitigkeit bezieht sich auf den Therapieinhalt und das Therapiematerial. Am Anfang stehen die gut erhaltenen Funktionen der Patientin oder des Patienten im Vordergrund. Diese werden so gut wie möglich stimuliert. Dadurch erhöht sich das gesamte intellektuelle Niveau des/der Betroffenen. Durch den Erfolg steigt sein/ihr Vertrauen in seine/ihre geistigen Fähigkeiten. Beim Wiederaufbau der Funktionen werden die Aufgaben gut abgestuft und einzeln trainiert. Dann werden die Aufgaben zunehmend abstrakter, und der/die Betroffene muss mehr und mehr aus seiner/ihrer inneren Vorstellung arbeiten. Bei der Steigerung des Schwierigkeitsgrades wird darauf geachtet, dass er/sie den Weg zur Lösung allein findet und die einzelnen Schritte selber planen muss.
So kann eine optimale spontane Erholung des Gehirns ermöglicht und unterstützt werden. Vorrangiges Ziel ist dabei die Wiedereingliederung des/der Betroffenen in Familie, Beruf und Gesellschaft.



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